7.7.) Eiche, Ecken, Eid
Wurden Grenzen festgelegt, so war das eine verbindliche Aktion, die Ecken wurden häufig mit dem dauerhaftesten Holz dem Eichenholz (als Baum lange wachsend, als Holz beständig) gezeichnet. Sie wurden quasi geeicht und mußten auch jedem Eid standhalten. Diese Zusammenhänge können kaum zufällig sein. Ein Acker dürfte somit, im Gegensatz zur Allmende, ursprünglich ein persönlich zuzuordnendes, in den Grenzen feststehendes Eigentum sein. Achtern, hinten am äußeren Rand des Gebietes vom Zentrum ausgesehen. So hieß und heißt die Straße vor den Wallanlagen zur Ihme an der Rückseite der Calenberger Neustadt B(ä)eckerstraße, Deutungen in Richtung "nach der Bäcker-Innung benannt" oder "nach dem Bewohner des ersten Hauses dem Schneider Johann Philipp Becker benannt" möchte ich den Hinweis auf das eng. back (= Rückseite) hinzufügen. Die Acht, Geächtete mußten das Gebiet verlassen. Und so weiter und so weiter, alles Wortbelege die den reichlich vorhandenen Fluren und Orten mit Eich und Eck bei Grenzrekonstruktionen eine bedeutende Rolle zukommen lassen.
7.8.) Bier und Birnenbaum
Bier war ein Produkt, dessen Herstellung ein Produktionsprivileg erforderte. Hierbei war die Besteue-rung der ausschlaggebende Faktor. Wenn es überhaupt erlaubt war,Bier einzuführen, dann wurde es besteuert, somit läßt sich der Begriff des Gebräus auf die Zoll und Accise zurück führen. Vielleicht gibt es Nachnamen oder Ortsnamen die der Frucht Birne ihren Ursprung zu verdanken haben, mir scheint aber der Grenzbaum in den meisten Fällen als Namenspatron der Geeignetere.