7.5.) Recke, Reich, Recht, Ricklingen
In frühen Mittelalter wurde das Königreich von kühnen Recken geschützt, das Recht und die Recht-sprechung sowie der Reichtum waren mehr oder weniger alles in einer Hand. Die Machteinheit hatte natürlich ihre räumliche Grenzen und diese mußten geschützt werden. Ricklingen in Südwesten Hannovers und Burg Ricklingen nordwestlich von Hannover können Unterbringungsstationen der Ricklinger, also der Königsrecken von Engern gewesen sein. Dem Turngerät Reck ist eine Ähnlichkeit mit einer Grenzschranke nicht ab zu sprechen.
7.6.) Reden, Rethen
Südlich vor den Orten Reden und Rethen sind einige Orts- und Flurnamen auf Eisengewinnung zurückzuführen, wie zum Beispiel: "In der Wolfsduld", "Wulfes Land" zu Alt Calenberg; "Im großen Wolfswinkel" in Verbindung zu "Großes u. Kleines Hornfeld" und "Wulfeshagen" zu Pattensen; "Wulfes Moor", "Wulfes Gosse" und "Große Wolfskuhle" zu Eldagsen, wobei der Ortsname mit "dag" auf Tagewerk "El" auf Lang in Sinne von viel hinweist; "Wulfeshorn" zu Alferde; Allhornfeld zu Wülfingen. Flurnamen nach WEBER */* Anmerkung: Wiederholt wie in Hannover die Verbindung Wolf und Horn. Bei den Dörfer Reden und Rethen im Süden vor Hannover könnte das oben angedachte Gebiet "Lack Eil" begonnen haben. Hinweise zur Eisengewinnung finden sich z.B. in den Namen: "Langen Gehren" zu Laatzen; Wülfel Stadtteil von Hannover; "Das Wölpfeld in Döhren (Han). Das Lehen zur Eisengewinnung mußte geschützt werden. Rede, Redlich, Rat von ahd. redia = Rechenschaft (auch für Land und Leute?); Reede = bereiten, in Ordnung bringen, geschützte Anlegestelle; Reet (Ried) Schilf der zum Schutz des Hauses gedeckt wird, Ritter und Reiter zum Schutz von Land und Leuten. Mit der mittelalterlichen Retburg (im Mittelalter an der Leine) in ihrer Mitte bildeten Reden und Rethen eine Schutzlinie für das ungestörte Bergen des Raseneisenerzes. Bild nach FLOHR