7.3.) Bären in der Calenberger Neustadt (Neuzeit)
Nach dem 30 jährigen Krieg wird die relativ unbeschadet durch diese Zeit gekommene Stadt Hannover 1636 zur Residenz von Herzog Georg. Die Calenberger Neustadt und Hannover wurden systematisch nach den Bedürfnissen eines Regierungszentrums ausgebaut. Zahlreiche Gebäude und Anlagen weisen bekanntermaßen nach, dass Hannover eine landesherrliche Garnisionsstadt geworden war. Wehranlagen und Gräben sind auch um die Calenberger Neustadt gebaut worden. "Am Bartelshofe" und "Bartelsstieg" diese Straßennamen aus der Neuzeit bezeichnen Straßen in direkter Nähe zum Clevertor und hinter dem Verteidigungswall. Bartels (Bar = Barriere; tel, zel = Zoll) eine Berufsbe-zeichnung für Zollbeamte. Die uralten Sprüche wie: "Auf der Bärenhaut liegen" oder "Wissen, wo der Bartel seinen Most holt." lassen sich mit dem auf Einsatz wartenden Zollkassierer gut verstehen. Die Namenverschiebung der Sternbilder am nördlichen Himmel von Bären zum großen und kleinen Wagen kann eine Spottvariante wegen der Abfertigungsdauer sein.
7.4.) Hannover Linden
In Osten vom Dorf Linden in Richtung Hannover gab es den Punkt "Ortsbere", vom "Linderner Turm" - dem mittelalterlichen Bergfried war das Bartfeld einzusehen, zwischen Ricklingen und Linden am Tönjes Berg der Bierweg (s.7.8.). Der "Schwarze Bär" die Gaststätte wurde bereits vom 1764 verstorbenen Stadtschreiber und Chronist Raedecker in seiner Stadtchronik erwähnt, was eine Benen-nung nach der erst seit 1774 in der Gaststätte tagenden Freimaurerloge zum Schwarzen Bären nicht wahrscheinlich erscheinen läßt. Am Tag des Abzugs der französischen Besatzer, dem 28. Februar 1758, im Siebenjährigen Krieg, kamen die verbündeten Preußischen schwarzen Husaren (Totenkopf Husaren) und verstärkten zeitweise den Schutz der Stadt, durch "schwarze Husaren = schwarzer Barriere" (= Bär).