6.) Logistisches Umfeld

Hannover hatte zu Zeit ihres Entstehens, wohl den Vorteil der zentralen Lage innerhalb des Eisengewinnungsgebietes. Hierzu kam die wahrscheinlich schon vorhandene, aber wohl leicht verän-derte Verkehrsstreckenführung wegen des mittelalterlichen Manufakturgebietes. Die Handwerker mußten logistisch versorgt werden, von Hildesheimer Seite wurden die "Großen Freien" Dörfer er-möglicht. Bauern wurden für das Urbarmachen der Landschaft mit besonderen Freiheiten belohnt. Die Dörfer der "Kleinen Freien" sind wohl verbliebene Eisenerzeuger. Die Versorgung der Handwerker mit Lebensmitteln, insbesondere mit Fleisch, ließ vor den Toren der Stadt das Arbeitsgebiet der Schlachter, das Knochenhauerfeld entstehen. Der Ochsengarten (in diesen Fall ist das Rindvieh Namensgeber), eine Gaststätte hat den Namen wohl seiner räumlichen Nähe zu diesen Schlachtern zu verdanken. Leder, ein Beiprodukt der Fleischerzeugung, war für verschiedene Produktionsmittel (z.B. Blasebalg) und Bekleidungen ein wichtiges Erzeugnis. Die Gerberstraße und die vor ein paar Jahren noch namentlich erhaltene Gaststätte der Gerber die "Raue Mütze" zeugen von dieser Vergangenheit. Ein Abflußgraben für Gerber und Fleischer war auch die Goseriede (u. direkt die Leine), wie Gosse kommt dieser Namen vom Gießen, die Gänse haben solchen Bächen und ihrer Vorliebe für diese ihren Namen zu verdanken.

7.) Grenzen: Bären, Eiche, Ecke, Ricklingen, Reden

Fürsten, Grafen, Städte, Dörfer, Güter und sonstige Eigner müßten ihre Liegenschaften schützen, seltsamerweise findet bei der empirischen Flurnamens-, Namensforschung der dafür notwendige personelle und örtliche Bedarf kaum Widerhall in der doch in wesentlichen nach Berufen ausgerichteten Namengebungen.