5.) Holz und Hafen (Hannover)

5.1.) Holz auf der Danzelmarsch
Holz war wohl das wichtigste Material des Mittelalters, es wurde in der Zimmerei, beim Wagner, Tischler, Böttcher, Drechsler, im Brückenbau und in anderen Werkstätten zur Produktion gebraucht. Die ursprünglichste Art Holz zu transportieren war, dies auf Flüssen zu befördern. Es wurde getriftet oder geflosst. Auf unterschiedlichen Kartenwerken der Neuzeit werden vor den südlichen Befestigunsanlagen der Stadt Holzanger, oder Holzplatz und Holzhof an der Leine ausgewiesen (auch innerhalb der Mauern). Die mittelalterliche Flurbezeichnung Danzelmarsch (südlich der Calenberger Straße) (Dan = Tanne; zel = Abgabe wie Teil oder Zoll) läßt auf eine organisierte Anlandungs- und Zollstelle, mit Sicherheit nicht nur für Nadelholz, sondern auch für Laubholz schließen. Es war allgemein üblich Abgaben auf Hoheitsgebiete zu fordern, ob es nun um Einfuhr oder auch nur um das Vorbeilassen der Ware handelte. "Gewisser ist es, daß im Jahre 1592 zum ersten Male Tannenholz vom Harze auf der Leine nach Hannover geflößet sey: der weitere Absatz des Tannenholzes, sowohl in Balken als Dielen nach der Aller und Weser ist bis auf den heutigen Tag ein bedeutendes Gewerbe geblieben." PATJE Auch wenn Patje in seinem Buch aus dem Jahre 1817, 1592 als ersten geflößten Termin darstellt, gehe ich von einer früheren mittelalterlichen Aktivität aus.