3.) Von Lac Eil und Eulen

3.1.) Das Eiland und der Euler
Bevor der Mensch regulierend in die Natur eingriff, veränderte sich die Landschaft ständig. Die Inseln von Wasser umspült, im See das Eiland oder im Fluß das sogenannte Wehr und auch Bach- und Flußschlingen wurden durch feinen, gewaschenen, wandernden Sand, immer wieder neu geformt. In seiner Gesamtheit werden diese Eilerflächen heute als Talsandflächen bezeichnet. Feinste Lehmpartikel und Sand lagern sich je nach der Eile des Fließwassers und nach Größe sortiert ab und boten so dem Euler, Haffner, Töpfer, dem mittelalterlichen Keramiker ihr Arbeitsgrundmaterial. Eiland und Euler haben wohl den gleichen, namentlich auf Lehm und Sand bezogenen Ursprung. Selbst das Ei hat eine bedeutende namentliche und inhaltliche Parallele zum Lehm, der Lehm wird in vielen Religionen als Ursprung des von Göttlichkeiten geformten Lebens gesehen.

3.2.) Eine überflutete Weite oder Weide
Einige frühere Dünensandberge im heutigen Stadtgebiet von Hannover sind der Emmerberg, der Hügel der Marktkirche, der alte Judenfriedhof an der Oberstraße, der Sandberg von Monbrillant (an der UNI), der Gerbenberg in Leinhausen. nach GESCHICHTE HANNOVER Aus meiner Kindheit im Othfeld weiß ich, dass nach ein paar Zentimetern im Garten gegraben, der "weiße Sand" zum Vorschein kam. In der Literatur wird wiederholt die Vermutung geäußert, dass die Leine einst ihren Weg von Döhren, Bult, Eilenriede in die Wietze gefunden hat. Einstige Moore, Sumpfgebiete und Brüche lassen diese Überlegung zu. Für den Bau des "Neuen Rathauses" sollen 1901 auf Grund des feuchten Maschbodens 6026 (städtisch offizielle Angabe) bis 12500 (Angabe vom Baumeister) Rammpfähle aus Buche gesetzt worden sein. nach STEINWEG Wassermassen, die die Leine bei Dauerregen und oder bei der Schneeschmelze zu transportieren hat, können schon mal 3 Meter über normal sein. Vor der permanenten Besiedlung war niemand an eine geregelte Entwässerung zwecks Bebauung oder Bewirtung interessiert. Die früh mittelalterlichen Gaunamen, Loingo und Flutwidde lassen eine Deutung in Richtung überwiegend überflutetes Land zu.