2.6.) Weitere Flurnamen als Indiezien zum Eisenbau


Im Othfelde

2.6.0) Mecklenheide
Die einstige Mecklenheide ein Gebiet das von den Orten Hainholz, Burg, Stöcken, Engelbostel, Schulenburg, Gottshorn, Langenhagen, Isernhagen, Bothfeld, List und Vahrenwald umschlossen war. Vinnhost lag innerhalb dieser Grenzen. Berechtigte Bauern dieser Gemeinden und Bürger Hannovers konnten dieses Gebiet zum Planken (ernten der Grasnarbe als Streu und Futter) und zum Weiden ihrer Tiere nutzen. Die Nutzung zeigt, dass das sandige Gebiet landwirtschaftlich nicht besonders interessant war. "1837 - Durchführung der Gemeinheitsteilung zwischen der Stadt und den nördlichen Vordörfern hinsichtlich der Mecklenheide und der Hude- und Weidegerechtigkeit auf der Feldmark." HANNOVER CHRONIK Die Mecklenheide wurde aufgeteilt. In meiner Kindheit und Jugend habe ich in der "Mecklenheide" gelebt, das war weder mir, noch meinen Eltern oder Nachbarn bewußt. Die verlängerte Grahnstraße (heute Im Othfelde) gehörte zum Stadtbezirk Vahrenwald und postalisch zu Hainholz. Wir lebten nördlich der Melanchtonstraße hinter dem heutigen Benzweg, in einem kleinen, von meinen Vater der einst Maurerpolier war, gemauerten Häuschen. Mitte der 60ziger Jahre war eine Verlängerung des Niedersachsenringes geplant und die Häuser der Anlieger wurden platt gemacht. Immerhin ist mittlerweile ein Fuß- und Radweg, wohl Dank der EXPO, nach ca 35 Jahren als Brache auch mal fertig geworden. Die Mecklenheide war für mich irgendwo in Stöcken. Strukturell der ursprünglichen Mecklenheide wohl nahekommend war damals vielleicht die Vahrenheide, Hannovers alter Flughafen, Heidelandschaft die über und über zur Zeit meiner Kindheit mit Bombentrichtertümpel übersät war. Anfang der 50ziger Jahre griffen die interessierten Anlieger der verlängerten Grahnstraße zur Selbsthilfe, um die, sich in einem "saumäßigen" Zustand befindende Straße notdürftig auszubessern. Die Leute kippten kleine Steine, Kies, Sand und alles was geeignet erschien in die Schlaglöcher. Als Kind mit vielleicht acht Jahren hatte ich hin und wieder in einem großen Marmeladeneimer Schrott gesammelt. In den ausgebesserten Schlaglöchern entdeckte ich hier und da (5 - 8 mal) handgroße, kalottenförmige Eisenflatschen, welche ich herauskratzte und zum Schrotthändler brachte. In meiner Erinnerung waren diese tintenklecksartigen Kalotten mit einer flachen glatten Wölbung und mit einer rauhen verfurchten Unterseite versehen. Damals bekam ich auf meine Frage was das sei, zur Antwort: Das es sich um von Bomben geschmolzenes Eisen handele. Heute bin ich der Überzeugung, dass es sich um mittelalterliche Eisenschmelzreste handelte, die mit dem Rennofenfeuer gewonnen wurden. Zahlreich waren die natürlichen Abflußbäche der Ursprungslandschaft, die Riede wie z:B. Strang -, Gretel -, Oster -, Walken -, Breite -, Ochsen -, Ziegen -, Schwarze Riede in dieser Landschaft. Eine Landschaft in der sich Raseneisenstein bilden konnte. Der Flurname Mecklenheide dürfte mit Macher im Sinne von Handwerker zu übersetzen sein.