1.2.) Entstehung des Raseneisenerzes
Die Innerste und die Leine transportieren nach der Schneeschmelze oder bei Dauerregen mit ihrem aufgewühlten Wasser feinste Partikel von Sand und Lehm aus dem Harz und Weserbergland ins flache Land. Seit Jahrtausenden setzten sich diese Partikel auf dem Weg zum Meer bei ruhigerem Wasser unterwegs ab. Aus der sandigen Geest wurde mit den Jahrhunderten eine fruchtbare Lößboden-Landschaft (Hannover liegt auf der Ost/West Grenze). "Die im niedersächsischen Bergland vorkommenden Eisenerze streichen zu Tage aus, sind deshalb meist seit langem bekannt und wurden vom früheren Bergbau maximal bis über 900m Tiefe erschlossen." SIMON "Die Urgeschichtsforschung nimmt bronzezeitlichen Kupferbergbau an mehreren Stellen im Südharz, insbesondere um Bad Lauerberg an. Am Iberg bei Bad Grund scheint bereits im 4.-6- Jahrhundert n. Chr. regelmäßig Bergbau betrieben worden zu sein." GEOLOGIE "Die Zahl der meist kleinen Erzgruben ging im Mittelalter in die Hunderte." GEOLOGIE Das aus "gestrichene" Metall oxidiert, rostet wie auch das Eisen, Eisenreste im Abraummaterial oder in den Verhüttungsresten der mittel-alterlichen (und früheren) Schmelztechniken. Die frühen Gewinnungsverfahren waren mit Sicherheit nicht besonders effektiv, Frost und Regen erschlossen das Erz noch zusätzlich. Diese nun freigelegten, feinsten Partikel werden mit dem Schmelz- und Regenwasser aus den Mittelgebirgen in die Ebene befördert. In den Flußauen und Biberteichen bildete sich das Marin - sedimentäres Raseneisenerz.