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Sanddünen
Einige frühere Dünensandberge im heutigen Stadtgebiet von Hannover: Emmerberg, Marktkirche Düne, al-ter Judenfriedhof, Monbrillant (an der UNI), Gerbenberg und Hasenberg in Leinhausen.

Schmer, Schmeerjohannes Hof
Schmer, das Produkt eines Ausschmelzverfahrens. Es kann auch Schmalz sein oder aber die Lupe (Wolf) Smeder = Schmerverarbeiter = Schmied, "in den Sme-den" alte Bezeichnung für die heutige Schmiedestraße in Hannover. Der Schmeerjohannes Hof eine mittelalteriche Produktionsstätte im eisenverarbeitenden Gewerbegebiet zwischen den Wolfhornstraßen.

Schmiedestr. s.Schmer

Schwarzer Bär
Der 1764 verstorbene Stadtschreiber und Chronist Raedecker erwähnte den Namen "Schwarzer Bär" schon in seiner Stadtchronik, was eine Benennung nach der erst seit 1774 in der Gaststätte tagenden Freimaurerloge zum Schwarzen Bären nicht wahrscheinlich erscheinen läßt. Am Tag des Abzugs, den 28. Februar 1758, nach einer Besatzung der Franzosen im Siebenjährigen Krieg, kamen die Verbündeten Preußischen schwarzen Husaren (Totenkopf Husaren) und übernahmen zeitweise den Schutz der Stadt durch eine "schwarze Barriere" = Schwarzer Bär

See, sehen, sichern
See, sehen, sichten, sichern: Die Sicht, die ein nicht mit Schilf verwachsener See ermöglichte, wird im Mittelalter eine bedeutende strategische Rolle gespielt haben. Orte, die der Grenzsicherung dienten, könnten einer besonders guten Aussicht, Bestandteile ihres Namens zu verdanken haben. Beispiele: Elze (Wede-mark), Anfang 14.Jahrhundert Elsenhusen, El = lang, sen = sehen

Seil, Seiler, seilen, Seele
Der Seiler arbeitet mit Hanf, Flachs und Leinen. Es wurde aber auch aus Lindenbast oder Tierhäuten Seile, Stricke, Taue gefertigt. Für seine Arbeit benötigte er viel Platz, die Seilerbahn auch Reeperbahn oder auch Seelhorst. Frühere Arbeitsplätze in Hannover die Seilwinderstraße (s.d.) und auch die Seilerstraße. Etwas umbinden, eine Grenze setzen oder auch einen Bann kennzeichnen hierfür kann das Wort Seil ahd. Sel, Seel inhaltlich auch gedient haben. Auch die Seele ist aan den Körper gebunden.

Seilwinderstraße
1355 Uncelinghes vielleicht nach der 1299 erwähnten Familie Uncel benannt; 1441 Zelewinderstraße wohl nach den Seiler Hans Zelewinder benannt nach ZIM-MERMANN Auch in der Uncelingerstraße liegt ein Seil (cel = sel =Seil) verborgen; un = an (am) durch Lautverschiebung.

Sichel, (= säckeln)
"Sicheln wurden von Frauen und Kinder nur gebraucht, um Gras, Brennesseln, Kohl und Tekebohnen zu schneiden. Das Grünfutter wurde in Laken heimge-bracht, die man aus zwei aufgetrennten Säcken zusammennähte." HANSEN

Stapel
Der Stapel für das mittelalterlichen Hannover soll an der Andertenschen Wiese gelegen haben. Stapelrecht wurde meist mit dem Stadtrecht ausgewiesen und konnte beinhalten, dass vorbeikommende Ware (Schiff o. Floss) besteuert wurde. Es konnte eine Niederle-gungspflicht bestehen, das heißt, dass den Anwohnern der Stadt die Ware mehrere Tage zum Kauf angeboten werden mußte. "Stapel bricht Kauf" selbst Ware, die am Bestimmungsort verkauft war, mußte dem Wisch (s.d.) zur Verfügung stehen. nach KAWELOH 1314 wird eine Stapelmühle erwähnt, wahrscheinlich keine Mühle sondern eine Sägemühle (s.Hafen).

Stock, Stöcken
Ein Stock ist ein abgeschnittener Ast, ein Stockwerk der Abschnitt eines Hauses. Ein Stucken ist das Wurzelwerk eines abgesägten Baumes. Der Name von Stöcken wird dementsprechend auf einen Grenzeinschnitt zurückgehen.

Sumpferz (s. Raseneisenerz)