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Ochse
Ochsen sind für den alltäglichen mittelalterlichen bäuerlichen Arbeitseinsatz kastrierte Rindviecher, damit umgänglicher. Damit diese Tiere besser geleitet werden konnten, wurde ihnen ein Eisen (Ring) (dialektisch Ossen = Ochsen) in die Nase gezogen.
"Ochsenkopfs Garten" hieß ein Lokal vor dem Steintor, dieser Name wird auf die Knochenhauer zurückgehen, die an der Nordfelder Reihe einen ihrer Arbeitsberei-che, das Knochenhauerfeld hatten. "Ochsenkopf" heißt in der Eilenriede ein Waldteil, diesen Begriff würde ich auf dialektisch auf Eisen und Kauf zurückführen.
"Ochsenriede" und "Ziegenriede" bilden eine Namens-konstellation wie "Im Haspel" und "Hasenkamp. (s. Hasen)

Ofen
oben = Ofen; Während die Feuerstelle, die durch Ausheben einer Kuhle im Erdreich Herd (Erde) genannt wurde; bot sich der Begriff Ofen für eine oberhalb des Erdreich erbaute Feuerstelle an. Stove = engl. Ofen; Hof = im Mittelalter war das Einrichten einer dauerhaf-ten Feuerstelle ein genehmigungspflichtiges Privileg.

oppidum (lat.)
befestigter Ort, Ansiedlung, Stadt

Opfer
Wortbildung aus: oben, offen = Opfer (s.a. Ofen, Ufer); Brandopfer, die dem Feuer übergeben wurden, verschwanden scheinbar nach oben in die Lüfte.

Ortsbere
Der Ortsberg ein vergangener Ortspunkt am Dorfeingang von Linden (vor der Gartenallee). (s. Bere)

Othfeld
Othfeld, eine Flur zwischen Vahrenwald und Hainholz (s. Otten)

Otten, Ottenwerder, Ottenstraße
Otten = Naß (Otter, Natter); Ottenwerder war früher der südliche Teil der Insel, der häufig im Mittelalter unter Wasserstand (heute: Friederikenplatz, Leipnitzufer, Flohmarkt vor dem Schloss nieders. Landtag). Der mittlere Teil der Insel "uppe den Specken" wurde also mit Holzplanken befestigt und somit zum Bewirtschaften erschlossen, der nördliche Teil hieß "Stovenwerder" (Badestuben) Ottenstraße liegt in der Flur Nedderfeld (s.d.); Das Othfeld (Oth = Naß) eine Flur zwischen Hainholz und Vahrenwald.