L

Landwehr
Gebück, Knicke, Verhaue, Bere, Wehre, Landgraben, Grenzwall u.s.w.

Late
"Lat = "der Freigelassene ahd. Frilaz, kurz Lasse mhd. Lazze niedd. Late (Lete, Lite), wohl zu ahd. Lâz(z)an asächs. Lâtan got.lêtan = lassen, freilassen,"... "Im MA hießen die freigelassenen Hörige (Hofhörige), d. i. zu einem Herrenhofe "Gehörige"" VOLLMANN;

Latwehren (Seelze)
1315 Latweghedern,1315 Lathwegheden, 1321 Latwegedorn, 1322 um 1360, 1446 Latwege(r)dern, 1477 Ladtquern, 1605 Latwehren Daten aus OHAINSKI/UDOLPH;. Latweghede(r)n, lat s. Late, -wegedorn, -quern und -wehren deuten alle die selbe Funktion an, den Weg dornen (dern sprich därn also niedd. Dialekt), queren im Sinne von Verriegeln, -wehren der Hinweis auf eine Landwehr.

Lautverschiebung
Bei historischen Flur-, Orts-, Berufs-, Personennamen und anderen in Bezug stehenden Namen sind eventu-ell Lautverschiebungen zu berücksichtigen.
A = Ae. E, Ei, o
Ae = A, Ai, E, Oe
Ai = Ae, Ei
Au = Äu, Aw, o, Oe, Ow, u
B = F, P, V, W
C = K, Z
D = T
E = A, Ae, Ei, Eu, I, Oe
Ei = Ai, E, Eu, Ie, Oe
Eu = E, Ei, Oe, Oei, Oi, Ue,
F = B, P, V, W
G = H, J, K
H = G, K
I = E, Ei, Ue
J = G, K
K = G, H
O = A, Oe, U
Oe = Ae, Au, O, Oi, Ue
Oei = Eu
Oi = Eu, Oe
P = B, F, T, W
S = Z
T = D, P, Z
U = A, Au, O, Ue
Ue = Eu, I, Oe, U
V = B, F
W = B, F, P, V
Y = I
Z = C, S, T MUNDHENKE

Leine
"Kaiser Karl der Große wollte Elze zum Sitz eines Bischofs bestimmen, weil die Leine bis dorthin Schiffbar gewesen sei." VERKEHRSAUSSTELLUNG Der Treidelgang war ein Weg zum Schleppen der Schiffe mit Seilen und wurde auch Leinpfad genannt. Der Name des Flusses Leine kann aus dieser Richtung kommen.

Le(a)gine
In Grenzfestlegungen aus den Jahren 1007 und 1013 kommt Leagine in Verbindung mit dem Fluß Leine vor. Ich vermute, dass es sich um ein Überschwemmungsgebiet (Lache, Lack, s. 3.3.) der Leine gehandelt hat.

Lehen
Lehen = Leihen

Linden, Linde, Lindwurm, Leine,
lin (Leinen), lin = längliche Faser; aus dem Lindenbaumbast wurde einst auch eine Art Nesselfaser gewonnen. Linden ein Ort, der in der Neuzeit in der Tradition der Gewebeherstellung stand, sollte das Lin in Linden auf die Fasern zurückgehen, so bestand diese Tradition schon im frü-hen Mittelalter.

List
List ist ein mittelhochdeutscher Begriff für die sieben freien Handwerker- und Künstlergewerke, entsprechend dem "artifex"(s. 2.6.3.). Überlebt haben Inhalts-fragmente z.B.: die Liste der Künste als Vorbild für Listen; handwerklich gefertigte Leisten des Schusters; der Kunst des Aushobelns einer Leiste; durch die Kriegs-kunst gleich Kriegslist als Begriff der geschickten Täu-schung; sich etwas leisten können, sich Kunst zu leisten; in Ortsbestimmungen an dehnen Handwerk und Kunst gefertigt wurde wie z.B. List ein Stadtteil Hannovers.

Löß
Fruchtbare Böden südlich von Hannover (s.a. Geest)

Lucht, Lüchte
"Lucht, f. Licht, Leuchte; mit er L.en, mit der Lampe" LUDEWIG; Der Begriff Lu(ü)chte wird bei Fachwerkhäu-sern Balken oder auch Erkern zugedacht und heißt Licht, oder auch Luft

Lupe, Luppe
Der lateinische Begriff Lupe, für den aus Eisenerz heraus geschmolzenen Eisenschmer wurde im mhd. mit Wolf übersetzt.